Online Monatsandacht

Das geistliche Wort zum aktuellen Monat!

Mann schaut mit ausgebreiteten Armen in den Sonnenuntergang

Online Monatsandacht Mai

Das geistliche Wort im Mai, welches zeitgleich auch immer in unserem HERR-BERGE Journal erscheint. Jeder Bewohner erhält monatlich eine gedruckte Ausgabe des Journals.
Die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seele.
Hebräer 6,19

Hoffnung haben, ist eine großartige Sache. Es gibt Menschen, die haben sie selbst in aussichtslosesten Situationen, andere verlieren sie, wo längst nicht alles hoffnungslos ist. Die entscheidende Frage ist doch die: Worauf gründet meine Hoffnung? Gründet sie lediglich auf meinem Optimismus, dann mag mir das im Augenblick gut tun, aber es wird nicht durchtragen. Der oft zitierte Satz: „Am Ende wird alles gut; und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.“ kann vielleicht vertrösten, aber keine Hoffnung schenken.

Unser Monatsspruch spricht jedoch von einer Hoffnung als sicherem und festem Anker unserer Seele. Der Textzusammenhang hilft uns, die Tiefe dieses Wortes auszuloten: Das 6. Kapitel beginnt mit einer ernüchternden Diagnose des Autors: Er bescheinigt seinen Lesern, dass sie längst erwachsen im Glauben sein müssten, statt dessen sind sie noch Säuglinge. Sie sind nicht im Glauben gewachsen, weil sie lau geworden sind. Unterschiedliche Gründe mögen dazu geführt haben. Da hat sich das Wiederkommen von Jesus hinausgezögert. Statt dessen wurde der christliche Glaube angefochten und bekämpft. Es ist mühselig geworden, an Jesus zu glauben und darin lebendig zu bleiben.

Am Glaubensleben der angeschriebenen Christen kann der Briefautor die ankergleiche Hoffnung also nicht festmachen. Da gibt es keinen Halt. Aber bei Gott kann er die Hoffnung festmachen. Am Beispiel Abrahams verdeutlicht er das. Gott hat Abraham eine Zusage gegeben, und er hat diese zusätzlich per Eid bekräftigt. Und er hat sie erfüllt. Hier ist der Fixpunkt, bei dem ich ankern kann. Jesus ist die Konstante meines hin- und hergeworfenen Lebens und manchmal auch Glaubens. Jesus ist der Felsen in der Brandung dieser Welt. Er ist der Leuchtturm, der in die Hafeneinfahrt weist. Hoffe ich, dass ich am Ende meines Lebens genügend vorzweisen habe, das vor Gott genügt, dann ist das trügerische Hoffung. Setze ich meine Hoffnung auf Jesus, dann ist er - heute schon - der Anker, an dem meine Hoffnung hängt.

Christi Blut und Gerechtigkeit,

das ist mein Schmuck und Ehrenkleid,

damit will ich vor Gott bestehn,

wenn ich zum Himmel werd eingehn.

Das ist meine Hoffnung, der sichere und feste Anker meiner Seele.
Dass auch Euch diese Hoffnung trägt und hält wünscht Euch Euer Michael Schubach